Am Wegesrand

Heute war ja Wetter vom Feinsten. Sonne, Wind, Vögleinzwitschern- was will man mehr.
Seit einger Zeit nun hat mich das Geocaching gepackt. In der Natur einfach so rumzulaufen ist ja schon erholsam genug, aber wenn man einen Schatz findet, ist das nochmal so schön. Bei solch einem Schatzversteck saß nun eine Waldeidechse und sonnt sich – wie schön, die hatte es wohl auch nötig.

Waldeidechse

Zoologisch Lacerta vivipara genannt, leben diese kleinen Gesellen bevorzugt in feuchten Wiesen, an Waldesrändern, in Gewässernähe, Sümpfen und Mooren. Ja, wenn  ich es mir recht überlege, bevorzuge ich ebenfalls diese Gegenden.

Frühling im Gewächshaus

Auch wenn es draußen noch frostig kalt ist, haben wir im Gewächshaus bereits 16°C, allerdings nur, wenn sie Sonne scheint. Zum Arbeiten ist es gut auszuhalten. Die unempfindlichen Kräuter wie Liebstöckel können nun gut getopft werden. Sie sehen auch schon recht gut aus und sind mächtig am austreiben.

Liebstoeckel

Nach draußen kann man leider noch nichts pflanzen. Wie die Wetterfredels uns ja erzählen, soll es bis Mai Winter bleiben und von einem Tag auf den anderen der Sommer kommen. Na, mal sehen. Ist ja so gesehen auch ganz spannend, was das Wetter so anstellt und vor allem wie die Lebewesen damit umgehen. Apios zum Beispiel ist es scheinbar egal, wann es wieder wärmer wird. Die Knollen lagern im Boden so vor sich hin und warten einfach, das es wieder warm und feucht wird. Die sind im letzten Jahr ausgesprochen produktiv gewesen. Eine Pflanze macht um die 20 Knollen. Sie schmecken ähnlich wie Kartoffeln und sind auch so vielfältig zuzubereiten. In den Wintermonaten sind sie zu ernten.

Apios-Erdbirne-Knollen

Die Knollen werden etwa 6 cm groß und hängen wie eine Kette aneinander. Sie werden nur in den Sommermonaten gegossen. Im Winter bleiben sie in dem nun trockenen Boden, der ideale Lagervoraussetzungen bietet. Die Pflanze ist in Nordamerika heimisch und wird auch Erdbirne genannt.

 

Wann kommt der Frühling?

Also ich dachte ja, dass der Winter endlich vorbei ist. Na gut, es hieß, es wird noch mal eine Woche kalt, aber dann ist der Frühling wieder da. Alles Hustepustekuchen!

Zum Glück liegt Schnee auf den Pflanzen, der schützt gut vor dem Austrocknen und isoliert ein wenig. Unsere Obstpflanzen fühlen sich ganz wohl so und sehen auch lustig aus, als ob sie mit Basais geschmückt sind, oder?

Gärtnerei-im-Schnee

 

Brotaufstrich aus Hokkaidokürbis

So ein Hokkaido- Kürbis ist eine tolle Sache, im Oktober geerntet und bis Mitte Februar in meiner Küche gelagert ohne Schaden zu nehmen, wurde er nun verarbeitet.

Kürbisaufstrich

Kürbisaufstrich

Zutaten für etwa 450g Kürbisaufstrich

400 g Kürbis
2 Knoblauchzehen
50 g frischer Ingwer
zwei kleine Birnen
Salz, Pfeffer, Curry, Kreuzkümmel, Schwarzkümmel

Der Hokkaidokürbis in Stücke schneiden, zusammen mit dem geschälten Knoblauch und fein geschnittenen Ingwer mit ein wenig Wasser in einen Topf geben und 20 Minuten dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken, die letzten 5 Minuten den Deckel offen lassen, damit die Flüssigkeit verdunstet.Mit einem Pürierstab alles fein musen und mit einem Teelöffel Schwarzkümmel würzen, heiß in Gläser füllen.

Besuch im Frankfurter Palmengarten

Wenn draußen stürmt und schneit, es eisig kalt ist, das einem die Ohren abfrieren, dann ist ein Besuch in den Tropen genau richtig. Da nun nicht immer das nötige Kleingeld vorhanden ist, um dem hiesigen Winter in wärmere Gefilde zu entfliehen, gönne ich mir ab und zu einen Besuch in einem Tropenhaus. Der Palmengarten in Frankfurt ist dafür bestens geeignet. Zwei Stunden abtauchen in Wärme und üppiger Vegetation.

Das alte Palmenhaus besticht durch seinen historischen Charme.

Irgendwann leiste ich mir einen Tripp nach Tasmanien, um im richtigen Baumfarnwald zu spazieren, aber fürs erste waren diese Kameraden schon beeindruckend.

Wenn draußen der Schnee liegt und es -8°C ist, ist sogar eine Halbwüste ganz nett.

Mangroven mit ihren Luftwurzeln sind schon recht faszinierend.

 

Kräuter im Winter

Man ist doch immer wieder erstaunt, was unsere Kräuter so alles ertragen. Nach gefühlten wochenlangem Regen und trübem Tagen ist endlich wieder die Sonne zu sehen. Die Temperaturen fallen gleich um 10°C, aber Hauptsache, es ist mal wieder richtig hell. Krautige Pflanzen sind ja um diese Zeit normalerweise eingezogen, aber sie vergangenen Wochen haben sie dazu verführt, ihre ersten zarten Blättchen zu zeigen.

Nun also stehen sie im Garten mit Raureif überzogen, sieht ja ganz hübsch aus, wie bei dem Sauerampfer. Die Blätter sind nun steif gefroren, aber man kann sie ernten und verzehren.

Auch die Pimpinelle übersteht so eine Frostnacht unbeschadet. Hier werden vermutlich die Blätter keinen Schaden nehmen. Sie scheinen so etwas wie einen natürlichen Frostschutz eingebaut zu haben.

Immergrüne Kräuter wie der Zwerg- Salbei klappen ihre Blätter nach unten, um die Spaltöffnungen zu schließen, die an der Blattunterseite sind. Dadurch verhindern sie die Verdunstung.  Alle Küchenkräuter, die ihre Blätter im Winter zeigen, können geerntet und verwendet werden. Im Winter sind die Geschmacksbildenden ätherischen Öle weniger ausgebildet, daher enthalten sie nicht das volle Aroma wie im Sommer, aber sie sind dennoch schmackhaft.

 

Milde Winter und ihre Folgen für Insekten

Der Temperaturwechsel im Winter ist ja eigentlich nichts Neues. Man fängt sich eine Erkältung ein und ist froh, nicht raus gehen zu müssen. Wie machen die Pflanzen und Tiere diesen Temperaturwechsel mit?

Letzte Woche noch -8°C, heute +5°C. Der Boden ist weicher Matsch, den man nur mit Gummistiefeln betreten kann. Sieht aber trotzdem schön aus, oder?

Jedenfalls schadet den Insekten dieses feuchte milde Wetter erheblich. Die haben sich nun in Kellern, Holzstößen, unter Baumrinden und dergleichen verkrochen und befinden sich in einer Winterstarre. Schimmel bildet sich an diesen schlecht belüfteten Plätzen und befällt die Insekten. Das ist bestimmt kein schöner Tod. Außerdem ist ein stetiger Wechsel der Temperaturen für die armen Viecher mehr als stressig. Wird es mal über 10 °C, so kann es passieren, das sich die Umgebung der Ruheplätzte erheblich mehr erwärmt, besonders bei Sonnenschein. Nun wachen die Insekten auf und taumeln in den vermeidlichen Frühling. Wenn es dann in den nächsten Tagen wieder Minusgrade gibt, erfrieren sie. Ein anhaltend kalter Winter mit annähernd gleichbleibenden Temperaturen begünstigt dagegen das Überleben im Winter. Sie bleiben permanent in Starre, es bildet sich kein Schimmel und wenn es dann im nächsten Sommer eher feucht wird, haben wir eine Mückenplage zu erwarten.

Bei Schädlingen wie Mücken ist ein milder Winter ja eher von Vorteil, aber wie sieht es mit Bienen und Hummeln aus? Sie haben zum Beispiel einen erhöhten Nahrungsbedarf. Hummeln können auch bei niedrigen Temperaturen fliegen und finden Pollen von Vorfrühlingsblühern. Bienen haben sich Nahrungsvorräte angelegt, von denen sei zehren. Problematisch wird es, wenn auf den milden Winter ein langes kaltes Frühjahr folgt. Dann sind oft die Reserven aufgebraucht, die Pflanzen wollen nicht so recht blühen und die Tierchen leiden erheblich. Zudem werden die Blüten von frühlingsblühenden Pflanzen wie Apfel und Kirsche nicht ausreichend befruchtet, was eine schlechte Ernte zur Folge hat. Wie mans auch nimmt, irgendwas ist immer.

Wildapfel ist Baum des Jahres 2013

Das ist doch mal eine gute Nachricht, das der Wildapfel zum Baum des Jahres 2013 gewählt wurde! In der freien Landschaft ist er recht selten zu finden.  Das rührt wohl daher, das er das Schicksal mit andern Wildobstarten teilt und so gut wie nicht angepflanzt wird. Ist er einmal abgeholzt, werden lieber Bäume aufgeforstet, die zur Nutzholzgewinnung dienen. Dabei bieten gerade die Gehölze, die essbare Früchte tragenden, besonders zur ökologischen Vielfalt bei.

Der Wildapfel wird ein stattlicher Baum, der eine Höhe von etwa 10 Metern erreichen kann. Im April und Mai steht er mit seinen weißen, leicht  rosa überhauchten Blüten in voller Pracht. Hummeln und Bienen bietet er im Frühling Nahrung. In dieser Zeit ist er von hochstämmigen Kulturäpfel nur schwer zu unterscheiden, sieht man einmal von den Dornen ab, die er ausbildet. Echte Wildäpfel bilden diese aus, ähnlich wie bei den Schlehen, wobei sich hier die Verwandschaft der Rosengewächse zeigt. Die Früchte erscheinen im September und Oktober. Sie sind etwa kirschgroß und werden besonders gern von Vögeln und Kleinsäugern gefressen. Die Holzäpfel hängen bis weit in den Winter hinein am Baum. Bekommen sie Frost, wird das Fruchtfleisch mürbe und entwickelt eine milde Süße. Auch für den Menschen sind die Früchte interessant. Aus den ihnen bereitet man das köstliche Wildapfelgelee zu.

Botanisch heißt der Wildapfel Malus sylvestris, was auf einen natürlichen Standort im Wald und am Waldesrand hinweißt. Natürlicher weise stehen Wild- oder Holzäpfel, wie sie auch genannt werden, gerne in feuchtem Boden. Sie sind am Rand von Auwäldern zu finden, aber auch auf steinigen Bergrücken. Sie scheinen recht anpassungsfähig zu sein. Die größten Wildapfelvorkommen sollen im Erzgebirge sein. Dort wurde eine Untersuchung bezüglich echter Holzäpple, wie sie dort genannt werden,  gemacht. Es stehen auch viele Hybriden in der freien Landschaft, die durch Kulturäpfeln entstanden sind.

Im Garten sind Wildäpfel ebenso anpassungsfähig. Sie können sowohl als Solitärbaum, als auch und einer freiwachsenen Hecke stehen. Sie sind sehr schnittverträglich, kommen mit sandigem und lehmigen Boden zurecht und sind krankheitsresistent.  Sie sind zum Befruchten von Kulturäpfeln gut geeignet. Ihre Herbstfärbung ist prägnant. Sie wechselt von gelb zu rot und bringt den Garten zum Leuchten.

 

Ein Winterquartier für Pflanzen bauen

Diese Jahr war ja nun recht kühl und auch der Winter kommt früh. Die ersten frösteligen Nächte werden erwartet und damit unsere Pflanzis diesen Winter besser überstehen, als den letzten, haben wir bereits im September angefangen, ein Winterquartier zu bauen. Die Fläche war früher Beet, also schön locker und humusreich. Das muss nun erstmal anders. Ziel ist eine glatte, feste Fläche, auf der man Pflanzen in Töpfen stellen kann.


Man bestelle 15 kbm Pflastersand und fahre ihn mit Schubkarren ins Gewächshaus. Erstmal schöne Häufchen machen und dann glatt harken.

Nach mehreren Tagen und dem Verbrauch von 4 Kisten Mineralwasser (im September war es auch mal ganz lecker warm), habe ich dann die Fläche abgerüttelt. So ein Rüttler macht einen Höllenlärm und irgendwie ist man danach auch ganz durchgerüttelt. Nun ist die Fläche also glatt und verdichtet, juhu.

Als nächstes wird Mypex ausgerollt. Das ist ein Bändchengewebe, auf dem dann später die Pflanzen stehen. Wasser sickert durch und die Pflanzen können ein wenig einwurzeln, aber unerwünschtes Kraut von unten wird unterdrückt. Eine feine Sache, gibts auch für Hobbygärtner zu kaufen.
Hier ist schon mal eine Wand mit Noppenfolie drangebastelt worden und wegen des Hausfeelings ein Rahmen für die Tür. War alles einfacher, als gedacht. Oben am Dach ist eine einfache Folie befestigt. Die Wände bestehen aus Noppenfolie.

Schwuppdiwupp hat man nun ein Winterquartier von etwa 90 qm. Nun kann der Winter kommen. Hinten rechts ist ein Brunnen, damit die Pflanzis nicht verdursten. Strom ist auch da, Lampen werden noch aufgehängt. Ist ja immer so schnell duster im Winter, schrecklich!

Eine Heizung ist natürlich wichtig. Wir haben eine Remko, die schon einige Jährchen hinter sich hat, aber einwandfrei läuft. Gespeist wird sie mit Flüssiggas. Außerhalb des Hauses steht ein Gastank, der durch eine Leitung mit der Heizung verbunden ist. Ein Temperaturfühler regelt die Heizung. So ist es nie kälter als 3°C im Winterquartier.

So, Tür zu, nun wird geschlafen.

 

Die Sieben Steinhäuser- Großsteingräber bei Walsrode

Bei den sieben Steinhäusern handelt es sich in Wahrheit um 5 Hügelgräber. Die ‘sieben’ bezieht sich nicht auf die Zahl 7, sondern beschreibt eine unbestimmte Menge. Die ‘sieben Sachen’ sind ja auch nicht genau sieben Dinge.
Die Sieben Steinhäuser befinden sich im Truppenübungsplatz Bergen-Hohne, in der Lüneburger Heide. Eine Besichtigung ist nur möglich, wenn man man sich brav beim netten Posten am Eingang anmeldet. Man darf dann hineinfahren, aber nicht die Straße verlassen. Wann kann man schon mal als Normalsterblicher in einen NATO-Übungsplatz. Allein das ist schon ein Erlebniss. Man fährt etwa 5 km durch diese unwirkliche Landschaft.

Die Hügelgräber sind sehr gut erhalten. Sie liegen nebeneinander und sind von Erdwällen  umgeben, die sie vor Erosion schützen sollen. Das macht die Situation irgendwie gemütlich. Außerdem hat man einen guten Überblick von oben.

Die Gräber stammen aus der Jungsteinzeit, etwa 2300 vor unserer Zeitrechnung. Es waren typische Grabbeigaben wie Becher, Bernsteinschmuck und Klingen beigelegt.

Wie in einer Heidelandschaft üblich, besteht die Vegetation aus Pflanzen, die einen sauren Boden lieben. Preiselbeere, Blaubeeren, Kiefern und natürlich Heide sind hier anzufinden. Es duftet nach dem typischen Harz der Kiefern und man findet vielleicht noch ein paar Beeren.

Wie gesagt, sind die Gräber gut erhalten. Wer hier bestattet wurde ist nicht bekannt, hätte einem sowieso nichts gesagt, da man die Leute eh nicht kannte.

Ein Tagesausflug ist sehr zu empfehlen.